Schloss Mirabell

Bewegte Geschichte

Wie so oft in Salzburgs Geschichte war auch der Bauherr von Schloss Mirabell ein geistlicher Würdenträger und als Erzbischof das damalige politische Oberhaupt des reichen Erzbistums Salzburg. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ im Jahre 1606 außerhalb der Stadtmauern für die Salzburger Bürgertochter Salome Alt ein Schloss errichten, das er "Altenau" nannte.

Salome Alt, Tochter des hochangesehenen Kaufmanns und Ratsherrn Wilhelm Alt, war die große Liebe von Wolf Dietrich. Seinen heutigen Namen „Mirabell“ erhielt das Schloss von Wolf Dietrichs Nachfolger Markus Sittikus (1612 - 1619). Fürsterzbischof Franz Anton Fürst von Harrach ließ Schloss Mirabell von 1721 bis 1727 von dem bekannten Barockbaumeister Lukas von Hildebrandt großzügig umbauen und zu einer geschlossenen Anlage zusammenfassen. Seine heutige, eher nüchterne Gestalt verlieh Peter de Nobile, Hofbaurat und Direktor der Architekturschule in Wien, dem Schloss.

Der ehemalige Festsaal des Fürsterzbischofs, der Marmorsaal, gilt heute als einer der schönsten Trauungssäle der Welt. In seiner langen Geschichte war Schloss Mirabell immer Herberge berühmter Persönlichkeiten. Heute befinden sich im Schloss die Amtsräume des Salzburger Bürgermeisters und der Stadtverwaltung.

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